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Ich
möchte mich Ihnen vorstellen, indem ich Ihnen erzähle, wie
ich zum Restaurieren von Citroën Traction Avants und Austin Healeys
gekommen bin.
Alles begann 1966
Ich war damals gerade 20 Jahre alt und arbeitete für ein Jahr in
Paris. Und wie es sich in Paris gehört, kaufte ich mir einen Citroën,
genauer gesagt einen Citroën Traction Avant 11B, für unglaubliche
500 FF. In jungen Jahren ist es aber auch wichtig, etwas Eindruck bei
den jungen Mademoiselles zu schinden. Also musste etwas Schnelleres
her, und ich kaufte mir sodann einen Austin Healey. Was ich damals noch
nicht ahnte, war, dass mich diese zwei Autotypen mein ganzes Leben lang
begleiten würden.
Wieder
in der Schweiz
Zurück in der Schweiz kaufte ich mir 1967 einen Alfa Romeo 1300
GT Veloce, doch bald war mir klar, dass dies nicht das richtige Auto
für mich war. Die Liebe zu Citroën lag mir bereits im Blut! Also
kaufte ich mir einen Citroën ID 19 Jg.56. Im Winter darauf versenkte
ich diesen in einem Graben. Ich kaufte mir darauf wieder einen ID 19
Jg.63 und bewahrte aber den anderen als Ersatzteilträger auf. Das
Virus begann zu wirken! Mein Wunschauto war aber ein Citroën DS 21,
den ich täglich auf einem Kalenderblatt bewunderte. Und wirklich
hatte ich bald das Glück, einen blauen Citroën DS 21 injection
Jg.69 Modell 70 aus erster Hand kaufen zu können. Leider fing dieser
Traum später im solothurnischen Bucheggberg Feuer. Danach hatte
ich wieder einen DS, dieses Mal einen goldenen DS 23.
Meine
zweite Traction Avant
Das Fahren von Citroën DS reichte mir aber plötzlich nicht mehr.
So kaufte ich 1975 einen Citroën Traction Avant 11B Jg. 54 zum Totalrestaurieren.
Bis dahin hatte ich nur ab und zu an meinen Autos gebastelt, wenn wieder
mal etwas nicht so lief wie es sollte, aber eine Totalrestauration ist
doch etwas ganz anderes. Zu dieser Zeit, 1976, wurde der Citroën-Traction-Avant-Club
in der Schweiz gegründet. Dort konnte ich mich dann mit anderen
"Verrückten" zusammentun und viele Stunden unter Motorhauben verbringen.
Der
Traum - eine Traction 15 Six
Aber schon bei der ersten Ausfahrt des Clubs traf ich mein neues Traumauto.
Da ich damals noch keinen fahrtüchtigen Citroën Traction besass,
durfte ich bei jemanden in einem 15 Six mitfahren. Die Laufruhe und
die Kraft dieses Autos imponierte mir so sehr, dass mir rasch klar war,
dass ich unbedingt auch einen 15 Six zum Restaurieren haben musste.
Auf der Suche nach einem geeigneten Objekt bin ich 1978 auf Monsieur
Jolivet in Chauffailles (Frankreich) gestossen. Also ging es bald mit
Frau und Kind nach Chauffailles. Ich erklärte Monsieur Jolivet
was ich wollte, und er zeigte mir verschiedene Objekte. Zuerst eines,
aus dessen Motor bereits Brennesseln wuchsen, dann solche in fahrbarem
Zustand, die zum Restaurieren zu schade waren. Das war aber alles nichts
für mich. Im nächsten Schopf bei einem Bauernhof entdeckte
ich genau das Richtige. Das Auto besass eine gute Basis und hatte keinen
Rost, es fehlten "nur" Kühlergrill, die hintere Sitzbank, die vorderen
Sitzkissen, Lampen, Zierschienen... Dieser Wagen stand nämlich
lange Zeit im Freien und Diebe nahmen alles mit was Wert hatte und schnell
zu klauen war. Monsieur Jolivet stellte mir aber die fehlenden Teile
in mehrfacher Ausführung zusammen. Er versprach mir, alles vor
meine Haustüre zu liefern, für sage und schreibe 3500sFr,
falls ich eine Vorauszahlung leisten würde. Ich solle nur Vertrauen
haben, denn er habe mit den Schweizern nur gute Erfahrungen gemacht.
In nächster Zeit, so erzählte er, habe er sowieso eine Lieferung
nach Genf und da die Schweiz "très petite" sei, könne dieses
Soleure nicht weit davon entfernt sein. Ich versuchte ihm zu beschreiben,
dass Solothurn etwa in der Mitte der Strecke Genf-Basel liege und er
bei Solothurn dann Richtung Derendingen/Herzogenbuchsee fahren solle.
An der Hauptstrasse vor Derendingen sei dann links die Autocarrosserie
Näf, dort werde man ihm dann weiterhelfen und sonst solle er telefonieren.
Drei Monate später rief mich meine Frau im Geschäft an und
sagte, dass die Autolieferung vor unserem Block stünde. Ich konnte
es kaum glauben, dass er mich so gut gefunden hatte. Als ich ihn fragte
wie er mich gefunden habe, erzählte er mir, dass an einer Ampel
in Biel jemand aus einem grauen Lieferwagen ausgestiegen sei und ihn
gefragt habe, ob er zu Schorta in Derendingen wolle. Als er dies bejahte,
führte ihn dieser Herr zu mir nach Hause.
Später stellte sich heraus, dass es sich um jemanden aus unserem
Quartier gehandelt hatte, der beim Anblick von so viel "Citroën-Schrott"
auf einem französischen Autotransporter sofort an mich denken musste.
Nach drei Jahren Restauration war dann das Bijou fertig und ich musste
den 11B verkaufen.

Ein
Citroën
HY Kastenwagen
Der Tatendrang war aber immer noch gross und so baute ich 1982 einen
Citroën HY Kastenwagen in ein kleines Wohnmobil um, mit dem ich mit
meiner Familie regelmässig schöne Ferien in der Camargue verbracht
habe. Danach kam wieder das Verlangen nach Rost auf. Ich hatte dann
das Glück 1986 in Muriaux JU bei Herrn Claude Frésard (heute
das Musée de l'Automobile) ein DS 19 Cabriolet für nur 12'000
sFr. zu finden. Es war zwar sehr rostig, aber dafür komplett. Wiederum
nach drei Jahren harter Arbeit war auch dieses Auto fertig restauriert.
Zurück
zum Austin Healy
Bald stellte sich 1992 wieder die Frage, was als nächstes kommen
sollte. Meine Frau fragte mich damals, ob es denn immer ein Citroën
sein müsse. Da erinnerte ich mich wieder an meinen Austin Healey,
den ich in Paris erstanden hatte. Meine Frau war sofort begeistert,
und ich wusste bereits von einem Austin Healey MK III bei der Classic-Car-Cavallino-AG
in Wiedlisbach. Dieser war aber für mein Portemonnaie eindeutig
zu teuer, aber mit Hilfe eines Verkaufes von einem Citroën 7C, den ich
günstig erstanden hatte, konnte ich diesen Austin Healey doch noch
kaufen. Diese Restauration ging so flott vonstatten, dass ich nach nur
einem Jahr mit der Wiederherstellung fertig war.
Restaurieren
- vom Hobby zum Beruf
Während vielen Jahren habe ich auch für andere Leute restauriert und repariert, damit ich meine Wünsche und mein Hobby - neben meinem Job als Rollenoffsetdrucker - verwirklichen konnte.
Im Herbst 2008 machte ich mein Hobby zum Beruf. Dieser Schritt war mir möglich, da mein Kundenstamm mit den Jahren stetig wuchs und somit auch die Aufträge immer zahlreicher und umfangreicher wurden.
Auch in Zukunft werde ich meine Dienste und Erfahrungen stets zu vernünftigen Preisen anbieten und hoffe, dass meine Kunden auch weiterhin mit meiner Arbeit zufrieden sein werden.
Mein
Teilelieferant
Für Teile für Citroën Traction suchte ich einen Lieferanten
und stiess dabei auf den CTA-Service in Belgien von José Franssen
und übernahm dessen Vertretung in der Schweiz. Somit kann ich meinen
Kunden alle Ersatzteile für Citroën Traction innerhalb kurzer Frist
und zu vernünftigen Preisen liefern.
Meine Arbeitsphilosophie
Meine Arbeitsphilosophie stimmt mit diesem Brief, der die Citroën Genf
seinen A-Vertretungen im Jahre 1948 geschickt hat, überein:
Meine Arbeitsphilosophie (Originaldokument)
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